Wer gute Texte für seine Website schreiben möchte – also solche, die von Suchmaschinen wie Google gefunden, von Surfern angeklickt und möglichst bis zu Ende gelesen werden –, sollte wissen: Website-Texte folgen ganz eigenen Regeln.

 

Das beginnt damit, dass Surfer im Internet die Texte zunächst nicht wirklich lesen, sondern nur scannen, d.h. überfliegen und dabei nach für sie wesentlichen Informationen durchsuchen. Umso wichtiger daher, dass dein Text diese wichtigen Informationen auf den ersten Blick liefert.

 

Hier findest du ein paar nützliche Tipps, mit denen du deinen Online-Texten wesentlich mehr Aufmerksamkeit und Erfolg verschaffen kannst.

 

10 Tipps für bessere Texte für deine Website

1. Schreibe eine aussagekräftige Headline

Wecke Interesse: Wie eingangs erwähnt werden Surfer, die auf deine Seite kommen, den Text im ersten Schritt nur scannen und sich anhand der Überschriften orientieren. Eine klare Überschrift (Headline) mit den wichtigsten Keywords sagt nicht nur deinen Lesern, worum es geht, sondern erhöht auch die Relevanz deiner Website und damit deren Ranking bei Suchmaschinen wie Google (SEO, Suchmaschinenoptimierung).

2. Das Wichtigste zuerst

Komme rasch auf den Punkt: Wenn dein Webtext nicht von Anfang an die gewünschte Information bietet, werden deine Besucher nicht lange auf der Seite bleiben. Fasse die wichtigsten Aussagen der jeweiligen Seite gleich am Anfang des Textes zusammen (Redaktionsstil). Deine Leser werden dann selbst entscheiden, ob sie mehr darüber erfahren oder eventuell zu einer anderen Unterseite wechseln möchten.

3. Schreibe so wie du sprichst

Mach’s deinen Lesern einfach: Gerade wenn es um Businesstexte geht, neigen wir oft zu langen und umständlichen Formulierungen. Und am Ende des Satzes weiß man gar nicht mehr, worum es am Anfang gegangen ist. Schreibe daher am besten so, wie du auch im Alltag sprichst.

4. Verzichte auf Fremdwörter und Fachbegriffe

… wo immer es möglich ist: Natürlich geht’s auf manchen Webseiten auch darum, Fachkompetenz und Fachwissen unter Beweis zu stellen. Aber in der Regel wollen wir mit unseren Texten auf unserer Website ja möglichst viele Leute ansprechen. Drücke dich daher so aus, dass dich auch jeder verstehen kann.

5. Aktiv statt passiv

Gute Webtexte haben die Kraft Bilder im Kopf unserer Leser entstehen zu lassen und Gefühle auszulösen (siehe Tipp Nr. 6). Das funktioniert allerdings nur, wenn man die Texte leicht verständlich und soweit möglich aktiv formuliert. Passive Sätze sind nicht nur länger, sondern meist auch langweiliger – und wirken oft etwas umständlich. Vergleiche selbst: „Dieser Satz wird von mir geschrieben“ (passiv) vs. „Ich schreibe diesen Satz“ (aktiv).

6. Löse Gefühle aus

In der linken Gehirnhälfte ist das rationale Wissen zuhause – darunter auch unser Sprachschatz, also quasi unser Wörterbuch. In unserer rechten Gehirnhälfte sind die Emotionen gespeichert, das heißt hier befindet sich unter anderem unser Bild-, Geräusch- und Geruchsarchiv. Neue Informationen werden am schnellsten verarbeitet, wenn beide Gehirnhälften angesprochen werden. Und das gelingt durch emotionale Begriffe, die also mit einem Sinneseindruck verknüpft sind, wesentlich leichter als mit abstrakten Begriffen. Welche Begriffe sprechen deine Sinne mehr an: Peripherie, Formulierung und genau (alle abstrakt) oder salzig, Meeresbrandung und Orangenlimonade (alle emotional).

7. Vermeide Negativformulierungen

Denken Sie jetzt nicht an einen blauen Elefanten: Wie erwähnt, haben Wörter die Macht, Gefühle und Bilder in unserem Kopf auszulösen. Auch wenn wir sie in einem negativen Kontext verwenden. So bewirkt ein durchaus positiv gemeintes „Das war wirklich nicht schlecht“ etwas anderes als ein freundliches „Das war wirklich gut“, selbst wenn wir damit dasselbe ausdrücken wollen.

erste hilfe gegen schreibblockade teaser

 

 

Die leere, weiße Bildschirm-Seite … der Cursor, der seit einer Ewigkeit blinkt und darauf wartet, dass du endlich loslegst?

 

 

Hier ein paar Tipps und Tricks, die dir helfen können, eine Schreibblockade zu überwinden.

8. Keywords (ruhig öfter) verwenden

Insbesondere für Websites gilt, dass man wichtige Wörter (Keywords) ruhig öfter verwenden darf. Denn das erhöht die Chance unserer Website, von Suchmaschinen wie Google weiter vorne gereiht und öfter angeklickt zu werden (Stichwort: SEO, Suchmaschinenoptimierung). Und: Speziell bei Hauptwörtern gibt es oft nicht so viele passende Alternativen. So kannst du in deinem Artikel über Weblogs ruhig öfter das Wort „Blog“ verwenden – schließlich würde in einem persönlichen Gespräch auch kaum jemand „Webtagebuch“ dazu sagen (vgl. Schreibe so, wie du sprichst, Tipp Nr. 3).

9. Text gliedern

Nichts regt weniger zum Lesen an, als ein scheinbar endlos langer Absatz ohne Gliederungen und Hervorhebungen. Das gilt insbesondere für Website-Texte, da das Lesen am Bildschirm ohnehin anstrengender ist. Ordne daher schon vor dem Schreiben alle Informationen und lege damit die Basis für knackige Absätze und elegante Überleitungen.

10. Nominalstil vermeiden

Während es bei Gesetzestexten darum geht, Sachverhalte möglichst präzise und lückenlos zu beschreiben, geht es bei allgemeinen Website-Texten und vor allem Werbetexten darum, möglichst leicht verstanden zu werden. Vermeide es daher, Verben wie etwa „umsetzen“ (Verbalstil) in ein Hauptwort („Umsetzung“, Nominalstil) umzuwandeln. Schreibe also anstelle von „Die Umsetzung des Konzepts wird von Georg übernommen“ lieber „Georg wird das Konzept umsetzen“.

Website-Texte – last, but not least

Noch ein Tipp zum Abschluss: Lass deinen Text immer ein wenig liegen, ehe du ihn korrekturliest. Nach einigen Stunden oder am nächsten Tag wirst du ihn mit anderen Augen lesen und eventuelle Fehler eher entdecken. Und auch für die beste Texterin und den besten Texter gilt: Vier Augen sehen mehr als zwei. Lass wichtige Texte – und dazu zählen Texte für deine Website in der Regel – auch immer von einer anderen Person Korrektur lesen.

 

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Erfahre mehr: Erste Hilfe gegen Schreibblockade – 6 Tipps gegen leere Seiten.

Mag. Christian Seher - Marketing Texter WerbetexterZum Autor

Christian Seher hat an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und ist Inhaber einer Marketing- und Textagentur. Er hat in international tätigen Unternehmen in führenden Marketingpositionen gearbeitet und berät heute schwerpunktmäßig KMU zum Thema Marketing, Werbung sowie Textierung in Offline- und Onlinemedien (Website, Social Media).